Regenspaziergang
Cat.: gedichte, nachdenkliches, sammelsurium16. April 2008
Bin losgelaufen, ohne Ziel
mit meinem Kopf voller Gedanken,
die sich weder aussprechen
noch ordnen lassen.
In mir, ein Konzert besetzt mit Streichern,
mit melancholischen Klängen
und so traurigen Melodien.
Danach kein Applaus,
sondern nur mitfühlendes Schweigen.
Regentropfen begleiten meinen Gang,
immer weiter in meine Gedankenwelt,
merke nicht mehr, was um mich geschieht.
Spüre einzig die Feuchte in meinem Gesicht,
und weiß, dass sie nicht nur vom Regen kommt.
Ich gehe weiter,
sehe am Horizont erste Sonnenstrahlen,
spüre allmählich eine Wärme,
und fange an, wieder zu lächeln.
Am Ende steh ich da und stelle fest,
dass irgendwo ein Ziel in Sicht ist.
Und merke, langsam und behutsam,
wie sich meine Gedanken anfangen
von selbst zu ordnen.
